
(CIS-intern) – Auf der Baustelle im Parkhausquartier steht der nächste sichtbare Schritt der Innenstadtsanierung bevor: Am 2. März 2026 beginnt der maschinelle Abbruch des Parkhauses am Schwarzen Weg mit einem 50-Tonnen-Abbruchsbagger. Das Großgerät ist bereits per Sondertransport mit Begleitfahrzeug eingetroffen.
Nachdem in den vergangenen Wochen vorbereitende Maßnahmen erfolgt sind, startet nun der eigentliche Rückbau des Parkhauses. Die Arbeiten beginnen im südwestlichen Bereich an der Einfahrt Königstraße. Der Abbruch erfolgt systematisch von Stütze zu Stütze, jeweils zwischen den einzelnen Tragpfeilern. Zunächst wird dabei von der Einfahrt aus in östlicher Richtung gearbeitet. Der oberirdische Abbruch ist von Anfang März bis voraussichtlich Juni 2026 vorgesehen.
Technik und Ablauf der Abbrucharbeiten
Der 50-Tonnen-Bagger wird rund zwei Monate im Einsatz sein. Für die weiteren Arbeiten kommt anschließend ein kleineres Gerät mit etwa 30 Tonnen zum Einsatz. Der große Abbruchbagger „kneift“ die Betonteile kontrolliert ab. Ein „Zerbrösler“ zerkleinert das Material im Anschluss, bevor es einem „Brecher“ zugeführt wird.
Der „Brecher“ kommt im Mai in Einsatz. Das hochmoderne, rund zwölf Tonnen schwere Gerät, welches in etwa so groß wie ein Linienbus ist, arbeitet mit neuester Technik. Anders als bei herkömmlichen Verfahren wird das Material nicht zertrümmert, sondern zermahlen. Dadurch arbeitet der „Brecher“ besonders geräuscharm. Untersuchungen zu vergleichbaren Anlagen zeigen, dass die geltenden Lärmvorgaben eingehalten und teilweise sogar unterschritten werden.

Nachhaltige Wiederverwertung im Fokus
Der anfallende Bauschutt wird direkt vor Ort gebrochen und anschließend analysiert. Auf Grundlage der geltenden technischen Regelwerke erfolgt eine Klassifizierung des Materials. Je nach Ergebnis wird der aufbereitete Baustoff entweder fachgerecht entsorgt oder wiederverwendet.
Sofern die Analyse eine Wiederverwertung zulässt, wird der Schutt vor Ort zu einem qualitätsgesicherten Ersatzbaustoff aufbereitet, der in anderen Baumaßnahmen eingesetzt werden kann. Damit leistet die Stadt Schleswig einen weiteren Beitrag zu einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Innenstadtentwicklung.
Mit dem Start des maschinellen Abbruchs am Parkhaus wird – nach dem Beginn der Arbeiten auf dem ehemaligen ZOB-Gelände – ein weiterer wichtiger Bauabschnitt im Parkhausquartier sichtbar umgesetzt. Die Neugestaltung der Innenstadt nimmt damit Schritt für Schritt weiter Gestalt an.


