Ausbau der Bahnstation Lindaunis dank Sondervermögen InfraSpot.SH

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Redakteur
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(CIS-intern) – Die Gemeinde Boren wird mit der Bahnstation Lindaunis eine dauerhafte Schienenanbindung und damit eine bessere Erreichbarkeit innerhalb der Schleiregion erhalten. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen übergab dazu heute (31. August) im Beisein des Bürgermeisters der Gemeinde Boren, Thomas Detlefsen, und NAH.SH-Geschäftsführerin Birgit Austen einen Zuwendungsbescheid über 390.000 Euro an Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte für den Norden bei der DB InfraGO.

Nach den Worten von Madsen sichert die Summe zunächst die Finanzierung der Planung für den Ausbau des Bahnhalts Lindaunis. Die DB InfraGO als Eigentümerin der Infrastruktur sei dabei sowohl für die Planung als auch für den späteren Ausbau der Station verantwortlich, die voraussichtlich 2027 in Betrieb gehen wird. „Ermöglicht wird dieses wichtige Projekt durch das Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes und wird die Schleiregion, die bislang mit der Bahn nicht gut erreichbar ist, besser an das ÖPNV-Netz anbinden“, sagte Madsen. Das sei nicht zuletzt angesichts des boomenden Urlaubs- und Freizeitverkehrs in der Region wichtig.

Madsen erinnerte daran, dass das Land bereits 2021 die DB mit der Errichtung eines saisonal geöffneten Sommerbahnsteigs beauftragt hatte – vor allem für touristische Züge. „Ebenfalls mit finanzieller Unterstützung des Landes verkehren seit fünf Jahren saisonal historische Züge zwischen Kappeln und Eckernförde. Der saisonale Haltepunkt ist allerdings nur 50 Meter lang, nicht vollständig barrierefrei, hat keine Beleuchtung und keinen Wetterschutz – das wird sich nun ändern“, so der Minister.  Darüber hinaus soll die neue Station auch eine digitale und akustische Fahrgastinformation, Beleuchtung und Sitzmöglichkeiten bekommen. Der Bahnsteig wird um 90 Meter auf insgesamt 145 Meter verlängert, damit in Zukunft auch längere Akkuzüge dort halten können. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich nach derzeitiger Schätzung auf rund 1,2 Millionen Euro, die  vollständig aus dem Sondervermögen des Bundes finanziert werden sollen. 

DB-Konzernbevollmächtige Plambeck: „Mit dem Ausbau des Bahnhalts Lindaunis schaffen wir die Voraussetzungen für eine moderne und attraktive Station in der Schleiregion. Wenn die neue Schleibrücke fertig ist, wird Lindaunis wieder regelmäßig an das regionale Bahnnetz angebunden sein. Künftig können auch längere Züge dort halten. Reisende profitieren außerdem von einem barrierefreien Zugang, einem geschützten Wartebereich und zeitgemäßen Fahrgastinformationen vor Ort. Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein die Planung jetzt auf den Weg zu bringen.“

Die Station Lindaunis soll mit Fertigstellung der neuen Schleibrücke stündlich je Richtung an die Regionalexpress-Linie RE72 nach Eckernförde, Kiel und Flensburg angebunden werden. Rund 200 tägliche Ein- und Aussteiger werden prognostiziert. Vor allem der touristische Verkehr und Pendelnde profitieren künftig von der besseren Erreichbarkeit. Fahrgäste fahren nach Fertigstellung des Bahnhaltes und der Brücke in etwa 40 Minuten nach Kiel und in ca. 30 Minuten nach Flensburg.

Borens Bürgermeister Detlefsen sagte: „Mit dem Ausbau und der Errichtung des festen Haltepunkts Lindaunis geht ein lang ersehnter Wunsch unserer Gemeinde in Erfüllung. Wir merken vor Ort den gestiegenen Bedarf an Bahnnutzenden. Jetzt kommt man bald mit der Bahn an den Mittelpunkt der Schleiregion, davon werden wir in der Region und auch alle Gäste profitieren. Als Wohn-, Tourismus- und Wirtschaftsstandort werden wir damit noch attraktiver.“

Im Anschluss an die Planungen wird die DB InfraGO die Bauleistung für die neue Station vergeben. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Jahr 2027 erfolgen. NAH.SH-Geschäftsführerin Birgit Austen: „Ich freue mich besonders, dass wir mit den Mitteln aus dem Infrastruktur-Sondervermögen jetzt die Weichen dafür stellen können, dass der ländliche Raum besser angebunden wird. Ein neuer Bahnhalt bringt eine direkte Verbindung und macht die Bahn für viele Wege in der Region und darüber hinaus zu einer attraktiven Option.“

Hintergrund zu InfraSpot.SH

Das 1.350 Kilometer lange Schienennetz in Schleswig-Holstein soll stabiler und attraktiver werden. Dafür hat das Land Schleswig-Holstein in Abstimmung mit der Deutschen Bahn und der AKN ein Arbeitspaket mit 13 zusätzlichen Schienenprojekten und einem Gesamt-Investitionsvolumen von 900 Millionen Euro geschnürt. Allein aus dem vom Bund bereitgestellten Sondervermögen für die Länder wird das Land – neben laufenden Projekten – in den nächsten Jahren 200 Millionen Euro zusätzlich ins Netz stecken. Das Sanierungs-Programm, mit dem die Mittel des Sondervermögens in Schienen, Straßen, Brücken und Radwege sowie Häfen in Schleswig-Holstein investiert werden, heißt InfraSpot.SH. Die extra für die schnelle Umsetzung eingerichtete Stabsstelle im Verkehrsministerium des Landes setzt sich dafür ein, dass viele Infrastruktur-Projekte früher realisiert werden können als ursprünglich geplant. www.schleswig-holstein.de/infraspot  


Verantwortlich für diesen Pressetext: Harald Haase | Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Foto: Gemini KI auf Basis google Map