Umweltminister Albrecht wirbt für weitere Projekte der Modellregion Schlei

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Redakteur

(CIS-intern) –  Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat sich heute über die Fortschritte in der Modellregion Schlei informiert. In der Modellregion soll in Kooperation unterschiedlicher Akteure die Förderung der Biodiversität sowie des Wasser-, Klima- und Bodenschutzes vorangetrieben werden. Im Rahmen des Rundgangs über verschieden Flächen an der Schlei hat der Minister gemeinsam mit Hans-Heinrich Gloy, Verbandsvorsteher des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände, einen Vertrag unterzeichnet, der dem Landesverband zusätzlich 1 Mio. Euro für die Sicherung von Gewässerrandstreifen im Einzugsgebiet der Schlei überträgt. Gleichzeitig nutzte Albrecht die Gelegenheit, der Stiftung Naturschutz den Zuwendungsbescheid in Höhe von 370.000 Euro für das erste Leuchtturmprojekt der Modellregion zu übergeben, mit dem die Fläche am Treffpunkt in Borgwedel erworben und zu einer Schlei-Lagune entwickelt werden soll.

Foto:  Mario De Mattia

„Die verschiedenen Akteure arbeiten hier in der Modellregion Schlei an etwas Großem. Es geht um die Verbesserung der Gewässerqualität, Naturschutz, biologischen Klimaschutz und mehr Biodiversität. Mit jeder gewonnenen Fläche für die Modellregion gewinnt unsere Natur. Mit der Modellregion zeigen wir, dass wir Kulturlandschaft und Naturschutz miteinander in Einklang bringen können“, so Albrecht. 

 

Die Schlei mit ihren größeren Zuflüssen ist in ihrer ganzen Länge FFH- und EU-Vogelschutzgebiet und nach der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) als Küstengewässer eingestuft. Gemäß der FFH-Richtlinie sind gute Erhaltungszustände zu sichern oder wiederherzustellen. Der besondere Fokus vor Ort liegt dabei auf Synergieeffekten zwischen der Verbesserung der Wasserqualität, dem biologischen Klimaschutz und der Förderung der Biodiversität und des Insektenschutzes. Dazu sollen vor allem folgende Maßnahmen gefördert und umgesetzt werden:

 

  • „Bunte Gewässerränder“: in Kooperation mit Landwirtinnen und Landwirten werden Ackerflächen an Gewässern mit blütenreichem Regio-Saatgut begrünt. Damit werden nicht nur unerwünschte Stoffeinträge in die Gewässer zurückgehalten, sondern gleichzeitig die Biodiversität und Insekten gefördert.
  • Gemeinsam mit dem Landesverband der Wasser- und Bodenverbände werden dauerhaft Gewässerrandstreifen gesichert. Dazu wird die Vereinbarung zwischen MELUND und dem Landesverband der Wasser- und Bodenverbände über die dauerhafte Sicherung von Gewässerrandstreifen auf das gesamte Einzugsgebiet der Schlei ausgedehnt. Damit werden in der Modellregion Schlei neue Impulse für den Gewässerschutz zur Verbesserung der Gewässerstruktur und für die Nährstoffrückhaltung gegeben. Dafür werden dem Landesverband zusätzliche Mittel in Höhe von 1 Million Euro übertragen.
  • In Borgwedel fördert das Umweltministerium im Rahmen der Modellregion Schlei den Flächenerwerb von 18,2 ha zugunsten der Stiftung Naturschutz. Insgesamt wird ein gut 27 ha großes Projekt entstehen.

Der Minister dankte den engagierten Akteuren vor Ort: „Der Dank gilt besonders allen privaten und öffentlichen regionalen Akteuren, ohne deren Engagement dieses kooperative Projekt nicht möglich wäre.“

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patrick Tiede, Julia Marre und Joschka Touré | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

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