Dialog im Schleswiger Rathaus: Junge Delegation aus Waren diskutiert Wikinger-Kult und politische Diskurse

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Redakteur
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Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Schleswig und Waren (Müritz) fand in der letzten Woche im Schleswiger Rathaus ein intensiver Austausch mit Vertreter*innen der Stadtverwaltung und einer Delegation junger Menschen aus Waren statt. Das Gespräch thematisierte den Wikinger-Kult und seine Rolle in politisch-gesellschaftlichen Diskursen und Subkulturen. Die Veranstaltung war Teil einer Exkursion der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V., die sich mit historischen und gesellschaftlichen Aspekten der Wikingerkultur sowie deren Nutzung durch verschiedene gesellschaftliche Gruppen befasst.

Von Seiten der Stadt Schleswig nahmen Dr. Julia Pfannkuch (Fachbereichsleitung Bildung, Kultur und Ordnung), Christian Sievers (Leitung des Jugendzentrums) und Florian Viebig (Leitung der Volkshochschule) am Gespräch teil. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Erörterung der gesellschaftlichen und politischen Situation in beiden Partnerstädten sowie den Auswirkungen auf das demokratische Miteinander. Im Rahmen des Austauschs wurden zudem Möglichkeiten für mehr Begegnung und Partizipation junger Menschen diskutiert sowie konkrete Projektideen ausgetauscht.

Dreitägiges Seminar in Schleswig

Die Veranstaltung war eingebettet in das dreitägige Seminar „Zwischen Mythos und Wirklichkeit – Der Wikinger-Kult und seine Rolle in politisch-gesellschaftlichen Diskursen und Subkulturen“, das vom 27. bis 29. März 2025 in Schleswig stattfand. Organisiert wurde das Seminar von der Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V. unter der Leitung von Dr. Matthew Heidtmann. Ziel war es, historische Fakten zur Wikingerkultur mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu verknüpfen und insbesondere die Nutzung nordischer Mythen durch rechtsextreme Gruppierungen kritisch zu beleuchten.

Vielfältiges Programm

Das Seminar bot den Teilnehmenden ein vielfältiges Programm, das neben theoretischen Einheiten auch Exkursionen ins Wikinger Museum Haithabu und das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein umfasste. Fachvorträge und Diskussionsrunden thematisierten unter anderem die Rezeptionsgeschichte der Wikingerkultur, ihre Bedeutung in der NS-Zeit und die Nutzung von Symbolen wie Runen oder dem Thorshammer in rechten Kreisen. Zu den Referierenden zählten Dr. Matthias Toplak (Museumsleitung Wikinger Museum Haithabu), Dr. Ulf Ickerodt (Leiter des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein) sowie Torsten Nagel von der Regionalen Beratung gegen Rechtsextremismus (AWO Schleswig-Holstein e.V.).

Bedeutung für die Städtepartnerschaft

Die Städtepartnerschaft zwischen Schleswig und Waren wird durch solche Veranstaltungen weiter gefestigt und ausgebaut. „Der Austausch mit jungen Menschen über historische und politische Themen stärkt nicht nur das interkulturelle Verständnis, sondern auch das demokratische Bewusstsein“, betonte Dr. Julia Pfannkuch im Anschluss an das Gespräch.

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