Schleifähre „Missunde III“ legt erst im Sommer ab

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Redakteur
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(CIS-intern) –  Kosel/Brodersby. Der Start der solarbetriebenen „Missunde III“ zwischen Kosel (Schwansen) und Brodersby (Angeln) verschiebt sich wegen anhaltender Lieferschwierigkeiten elektronischer Bauteile erneut. Die neue Schleifähre, die ursprünglich zu Ostern ihren Dienst antreten sollte, wird voraussichtlich Anfang Juli ablegen. Die „Missunde II“ wird am 19. Juni planmäßig außer Betrieb gehen, da an diesem Tag die Umbauarbeiten an den Anlegern beginnen werden. Für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen ruht dann der Fährbetrieb auf der Schlei.

„Einige Teile der alten Fähre haben aufgrund ihres Alters längst die Verschleißgrenze überschritten“, sagt Fabian Lücht, Geschäftsbereichsleiter des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH). „Außerdem müssen die Rampen für die neue Fähre rechtzeitig vor den Sommerferien startklar sein.“ Der LKN.SH ist Betreiber der Fähre. Die Fährverbindung zwischen Kosel und Brodersby ist seit Sperrung der Brücke Lindaunis zwischen Kappeln und Schleswig derzeit die einzige Option für Anlieger, Pendler und Touristen, die Schlei zu überqueren.

Zum Hintergrund: Aufgrund umfangreicher Änderungen bei den technischen Vorgaben und Bestimmungen für den Erhalt des Fährzeugnisses sowie verschärfter Sicherheitsanforderungen an die Fähre hatte das Land Schleswig-Holstein beschlossen, einen Neubau in Auftrag zu geben. Die „Missunde II“ verfügt aktuell über eine Ausnahmegenehmigung, die nur verlängert werden konnte, weil sich der Neubau verzögerte.

Neu und nachhaltig: Die „Missunde III“, gebaut in der Schiffswerft Hermann Barthel GmbH in Derben (Sachsen-Anhalt), wird erstmals nach dem Start des Fährverkehrs auf dieser Strecke im Jahr 1471 mit Batterie-/Akkumulatoren- und Solarunterstützung betrieben werden.

Die rund 3,3 Millionen Euro teure Elektrofähre wird leiser, emissionsfrei und deutlich größer als ihre 2003 in Dienst gestellte Vorgängerin sein. Erstmals können damit auch Reisebusse und landwirtschaftliche Fahrzeuge über die Schlei setzen. Bis zu 120.000 Fahrzeuge und 50.000 Fahrräder werden von der „Missunde II“ pro Jahr befördert. Die Tragfähigkeit des Schiffes liegt bei 22,5 Tonnen. Die neue Fähre wird mehr als die doppelte Last (50 Tonnen) und bis zu 45 Personen gleichzeitig bewegen können.

Foto: LKN.SH

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