Die Belagerung Gottorfs im Sommer 1426 – Wendepunkt der Landesgeschichte

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Redakteur
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(CIS-intern) –  Wenn es um Wendepunkte der mittelalterlichen Geschichte Schleswig-Holsteins geht, fällt die Rede fast immer auf die Schlacht von Bornhöved im Jahr 1227. Am 2. Juni rückt der Historiker Dr. Stefan Magnussen mit seinem Vortrag nun ein Ereignis in den Mittelpunkt, das trotz seiner weitreichenderen Folgen nicht nur für die schleswig-holsteinische, sondern auch der europäischen Geschichte oft im Schatten dieser Schlacht steht: Die Belagerung der Burg Gottorf im Sommer 1426.

Der Feldzug des dänischen Königs

Vor auf den Tag genau vor fast 600 Jahren ist der dänische König Erik VII. auf dem Höhepunkt seiner Macht mit seinen Truppen in die Schlei gezogen, um nach Jahren der Vorbereitung endlich die letzte Burg der Grafen von Holstein im Herzogtum Schleswig zu erobern. Ein Erfolg hätte nicht nur die Ägide der Schauenburger nördlich der Eider beendet, sondern womöglich auch die Existenz des Herzogtums Schleswig an sich infrage gestellt.

Die Folgen für den Norden Europas

Doch es kam ganz anders, denn die Hansestädte um Lübeck schlossen sich der Sache der Grafen von Holstein an und veränderten das Machtgefüge. Der Rest ist Geschichte: militärischer Rückzug der königlichen Truppen, Eroberung Flensburgs, Absetzung Eriks VII. als Unionskönig, Neuordnung der Kalmarer Union, formelle Belehnung der Schauenburger mit Schleswig – „dat se bliven ewich tosamende ungedeelt“.

Vortrag beleuchtet Wendepunkt der Landesgeschichte

Der Vortrag zeichnet die Ereignisse nach, die zu dieser Eskalation führten, skizziert die offenbar über Jahre hinweg vorbereiteten Maßnahmen der dänischen Krone und fragt, was uns die Quellen über das Geschehen im Sommer 1426 verraten – und warum es europaweit Wellen schlug. Der Vortrag im Schleswiger Stadtmuseum wird in Kooperation mit der Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte angeboten

Anmeldung und Eintritt

Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon +49 4621 814-800 oder per E-Mail: stadtmuseum@schleswig.de. Mitglieder des Fördervereins des Stadtmuseums und Mitglieder der Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte Eintritt frei. Nichtmitglieder zahlen 4 Euro.

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