
(CIS-intern) – Der Kreis möchte seine Warninfrastruktur weiter ausbauen und setzt dabei künftig verstärkt auf Sirenen als ergänzendes Warnmittel für die Bevölkerung. Ziel ist es, Warnungen im Gefahrenfall möglichst flächendeckend und zuverlässig übermitteln zu können – insbesondere auch in grenznahen Bereichen.
Bereits heute kommen verschiedene Warnsysteme zum Einsatz. Neben Warn-Apps und dem System „Cell Broadcast“, das Warnmeldungen direkt auf Mobiltelefone sendet, spielen Sirenen weiterhin eine wichtige Rolle im Bevölkerungsschutz. Sie dienen nicht nur der Alarmierung der Feuerwehren, sondern können auch genutzt werden, um die Bevölkerung beispielsweise bei Hochwasser, Großbränden oder anderen Gefahrenlagen schnell zu warnen.
Gerade im Grenzgebiet zu Dänemark bestehen jedoch besondere Herausforderungen bei der Warnung über Mobilfunknetze. Mobile Endgeräte wählen sich häufig automatisch in das jeweils stärkste verfügbare Netz ein. In Grenznähe ist dies oftmals das dänische Mobilfunknetz, wodurch Warnmeldungen über deutsches Cell Broadcast nicht immer zuverlässig zugestellt werden können. Der Kreis sieht daher Sirenen als wichtigen Baustein, um mögliche Warnlücken zu schließen und die Warnung der Bevölkerung weiter zu verbessern.
Konkrete Standorte für zusätzliche Sirenen stehen derzeit noch nicht fest. Der Kreis prüft aktuell mögliche Bereiche im Kreisgebiet, darunter auch Standorte entlang der dänischen Festlandgrenze.
Grundsätzlich werden Sirenen überwiegend von den Gemeinden angeschafft und betrieben. Viele Kommunen im Kreisgebiet modernisieren derzeit bestehende Anlagen und errichten teilweise zusätzliche Standorte. Aktuell gibt es im Kreisgebiet rund 250 Sirenen.
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