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Unzufriedenheit im Job – es muss nicht immer gleich die Kündigung sein

Autor: CIS am 23.04.2019

Unzufrieden

Es ist ein vertrautes Problem, ob bei einem selbst oder im Freundes- und Bekanntenkreis: unzufrieden im Job, aber nicht unzufrieden genug, um etwas daran ändern, und so bleibt meist alles, wie es ist. Auf Dauer kann berufliche Unzufriedenheit aber nicht nur zu schlechter Laune, sondern auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Dabei bedarf es nicht immer gleich einer Kündigung, um die Freude an der Arbeit zurückzugewinnen.

Foto: pixabay.com / RobinHiggins

Verbringen wir in der Schule und während des Studiums den Großteil unserer Zeit noch mit Freunden (und der Familie), ändert sich das in der Regel im Berufsleben. Acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche sehen wir unsere Kollegen, für unsere anderen Kontakte bleibt nur abends oder am Wochenende Zeit. Umso wichtiger ist es, nicht nur ein erfülltes Privatleben zu haben, sondern auch einen Arbeitsplatz, mit dem wir – zumindest im Großen und Ganzen – zufrieden sind, denn auf lange Sicht greift die berufliche Unzufriedenheit auch in andere Lebensbereiche über und kann uns krankmachen. Dennoch ist fast die Hälfte der Deutschen unzufrieden mit ihrem Arbeitsplatz.

Die Unzufriedenheit analysieren


Phasen, in denen es nicht läuft oder wir sogar alles hinschmeißen wollen, gibt es immer und sind normal. Wer sich monatelang Morgen für Morgen aus dem Bett quält und bereits beim Duschen schon genug vom Arbeitsplatz hat, sollte aber unbedingt etwas seiner Situation ändern. Doch selten liegt die Ursache für die eigene Frustration offen sichtbar und so verschleppen wir sie weiter, bis sie zu einem chronischen Dauerzustand verkommt, denn dem Chef die Kündigung auf den Schreibtisch zu werfen und den Arbeitsplatz zu wechseln, ist dann doch ein großer Schritt, nicht selten zu groß. In einigen Fällen mag eine Kündigung sicherlich die richtige Lösung sein, aber wer unzufrieden im Beruf ist, hat nicht bloß die Wahl zwischen Kündigung oder Ist-Zustand. Ist es nämlich nicht die Firma oder der Chef, der für die Aversion sorgt, sondern das Aufgabenfeld selbst, ändert auch der mehrmalige Wechsel des Arbeitgebers nichts. Deswegen ist es wichtig, zuerst zu analysieren, worin die eigene Unzufriedenheit den Ursprung hat.

Kündigung nicht immer notwendig


Selbst trotz größter Unzufriedenheit halten wir häufig an unserem Job fest, sei es, weil das Gehalt außerordentlich ist, der Arbeitsmarkt in unserem Bereich nur wenig Stellenangebote bietet oder der Kaffee in der Büroküche unübertroffen ist. Wir setzen uns gar nicht erst genauer mit unserer Lage auseinander. Dabei könnten wir so feststellen, dass eine Kündigung gar nicht nötig sein muss, denn viele Dinge lassen sich auch anderweitig lösen. Ist es unsere Tätigkeit selbst oder haben wir das Gefühl, in eine Karrieresackgasse geraten zu sein, kann ein Gespräch mit dem Vorgesetzten helfen – hat dieser das Wohl des Unternehmens im Auge und weiß die Fähigkeiten eines Angestellten zu schätzen, verliert er diesen nur ungern und wird versuchen, gemeinsam mit ihm eine Lösung zu finden. Auch nervige Kollegen müssen kein Kündigungsgrund sein, eine Versetzung in eine andere Abteilung kann hier ebenfalls bereits die Wunder bewirken.

Das fehlende Know-how


Während berufliche Laufbahn früher meist bedeutete, bei einer Firma ins Berufsleben einzusteigen und bis Eintritt in die Rente auch zu bleiben, ist inzwischen mehr Flexibilität gefragt, der Jobwechsel eher Normalität denn Ausnahme. Und auch der Wechsel in einen anderen Tätigkeitsbereich ist längst kein Kuriosum mehr. Besonders die Digitalisierung macht es notwendig, sich immer wieder neue Fähigkeiten anzueignen und das Wissen zu erweitern wie beispielsweise bei medienreich. Auch bei einem Wechsel der eigenen Rolle innerhalb der Firma bleibt es nicht aus, sich hier weiterzubilden. Das kommt auch der eigenen Zufriedenheit zugute.



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