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Schutz vor Afrikanischer Schweinepest - Landesweite Tierseuchenübung durchgeführt

Autor: CIS am 04.11.2014

Mit einer landesweiten Tierseuchenübung hat sich Schleswig-Holstein weiter für den Fall des Vordringens der Afrikanischen Schweinepest gewappnet. Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) hielt die Übung zusammen mit den Veterinärämtern der Kreise und kreisfreien Städte sowie dem Landeslabor auf dem Lehr- und Versuchszentrum der Landwirtschaftskammer in Futterkamp ab.

Staatssekretärin Silke Schneider betonte: „Schleswig-Holstein muss sich so gut wie möglich vor der Afrikanischen Schweinepest schützen. Deshalb sind alle Schutzmaßahmen wie strenge Hygienevorschriften in den Ställen, das ASP-Monitoring von Haus- und Wildschweinen, ein Verzicht auf Jagdreisen in betroffene Länder von extrem hoher Bedeutung. Wir müssen uns aber auch für den Fall wappnen, dass Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Schleswig-Holstein auftreten. Darauf müssen wir vorbereitet sein, um die Ausbreitung im Fall des Falles zu begrenzen.“

Im fiktiven Szenario der Übung, die Ende vergangener Woche stattfand, war auf einem landwirtschaftlichen Betrieb ASP festgestellt worden. Am ersten Tag der Übung wurden die notwendigen Maßnahmen - wie Sperrmaßnahmen und Schutzvorkehrungen sowie Probenahmen durchgespielt. Für die im Fall der Feststellung erforderlichen Maßnahmen wie die Räumung eines infizierten Schweinebestandes stellte eine spezialisierte Firma die technische Ausrüstung vor. Die Übung wurde durch spezifische Fachvorträge ergänzt. Am zweiten Übungstag wurden in den Veterinärämtern der Kreise und kreisfreien Städte weitere fiktiv von der ASP betroffene Betriebe EDV-gestützt bearbeitet, Restriktionszonen eingerichtet und Lageberichte an das MELUR übersandt

Zur gleichen Zeit wurden Fragestellungen im Falle des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in einem Workshop in Futterkamp konstruktiv bearbeitet

Die Übung wurde begleitet von zahlreichen Gästen aus Verbänden, Veterinärbehörden anderer Bundesländer, aus Dänemark und der Bundeswehr.

Nach Beendigung wurde ein erstes positives Fazit gezogen. Staatssekretärin Silke Schneider erklärte: „Um jederzeit auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, sind Übungen unerlässlich. In der diesjährigen Tierseuchenübung wurden die Abläufe bei Seuchenfeststellung durch die Übenden durchgespielt und die Aufgaben effektiv gelöst. Mit allen Beteiligten wurden Maßnahmen im Falle des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen erarbeitet.“

So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Erfahrungen bei der Bekämpfung eines fiktiven Falles im Betrieb und im Amt sammeln. Es wurde im Vortragsteil sehr eindrucksvoll zur ASP-Situation und der Ausbreitung in Osteuropa berichtet sowie zur ASP beim Schwarzwild- Konzept für die Umsetzung von Früherkennungs- und Bekämpfungsmaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern berichtet.

Insbesondere wurde deutlich, welche Rolle der Mensch bei der Übertragung des Erregers spielen kann. So sind nicht erhitzte Speisereste und Teile von infizierten Schweinen oder Wildschweinen eine der Hauptverbreitungsmöglichkeiten dieser Tierseuche. Die Ergebnisse der Übung werden ausgewertet und in die weiteren Vorbereitungen einbezogen.

Hintergrund:

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat Anfang des Jahres von Osteuropa kommend die EU-Mitgliedstaaten Litauen, Lettland, Estland und Polen erreicht. Durch den europaweiten starken Tier-Waren und Personenverkehr besteht die Gefahr einer Seucheneinschleppung Deswegen  bereiten sich die betroffenen Behörden in Zusammenarbeit mit den beteiligten Verbänden vor, um im Eintrittsfall dieser für den Menschen nicht gefährlichen Tierseuche schnell reagieren zu können.

Weitere Informationen zum Thema:

http://www.schleswig-holstein.de/MELUR/DE/Service/Presse/PI/2014/1014/MELUR_141014_Afrikanische_Schweinepest.html

 

http://www.schleswig-holstein.de/UmweltLandwirtschaft/DE/LebensmittelTierGesundheit/04_Tiergesundheit/AfrikanischeSchweinepest/AfrikanischeSchweinepest_node.html

PM: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume


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