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Hochwasser: Schutz für die Küsten wird immer wichtiger

Autor: CIS am 08.01.2018

Hochwasser

Die aktuelle Lage im Süden von Schleswig-Holstein zeigt sehr deutlich, wie akut die Bedrohung durch Hochwasser in der Region ist. So sorgte das Sturmtief "Burglind" lokal für starke Überschwemmungen, wobei vor allem die Gemeinden entlang der Bille betroffen sind. Doch warum kommt es in der Nähe von Küsten immer wieder zu Hochwasser und wie können sich Betroffene davor schützen?

Foto: pixabay.com / distel2610

Weshalb ist die Gefahr von Hochwasser in Küstengebieten besonders hoch?

Küstenregionen sind vor allem aufgrund ihrer großen Nähe zum Meer besonders stark gefährdet. So kann hier nicht nur Hochwasser aufgrund von Dauerregen, Schneeschmelzen oder Starkregen entstehen, sondern ebenfalls durch Sturmfluten. Die fortschreitende Klimaerwärmung sowie die zunehmende Versiegelung von Bodenflächen begünstigen dabei Naturkatastrophen dieser Art. So sorgt beispielsweise das Abschmelzen großer Eismassen für einen schleichenden Anstieg des Meeresspiegels, während milde Temperaturen im Winter starke Regenfälle bewirken. Auch das Schmelzen der Gletscher in Gebirgsregionen sorgt dafür, dass immer mehr Wassermassen über die Flüsse abtransportiert werden müssen, was wiederum zu erhöhten Pegelständen führt.

Welche Auswirkungen hat die Entwicklung für Schleswig-Holstein?

Aufgrund der geografischen Lage sowie der großen Anzahl an Fließgewässern, ist das Bundesland Schleswig-Holstein besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Da die Gefahr von Überschwemmungen direkt mit dem Klima zusammenhängt, müssen vor Ort immer mehr Investitionen in den Hochwasserschutz getätigt werden. So stoßen bestehende Maßnahmen zunehmend an ihre Wirkungsgrenze. Von der Bedrohung ansteigender Wasserstände sind dabei nicht nur Privathäuser, Firmengebäude und öffentliche Bauwerke betroffen, sondern ebenfalls landwirtschaftliche Nutzflächen. Da viele Pflanzen keine Staunässe vertragen, kann es hier zu erheblichen Einbußen kommen.

Warum sind Vorwarnungen so wichtig im Zusammenhang mit Überschwemmungen?

Wie viel Schaden ein Hochwasser im Endeffekt anrichtet, ist nicht zuletzt von der Vorwarnzeit abhängig. Wer rechtzeitig vor einer Überschwemmung gewarnt wird, hat mehr Zeit, um sein Hab und Gut vor den anrollenden Wassermassen zu schützen. Grundsätzlich gibt es zwei essentielle Quellen in Bezug auf drohende Hochwasser. So können unter anderem meteorologische Institute wie der Deutsche Wetterdienst verhältnismäßig früh Auskunft über drohende Ereignisse wie Stark- oder Dauerregen geben, welche die Gefahr von Überschwemmungen mit sich bringen. Weiterhin werden Warnungen ebenfalls von behördlichen Stellen wie dem Hochwasserwarndienst an die Bevölkerung herausgegeben. Erfolgt eine Warnung frühzeitig, so können vor Ort rechtzeitig Sandsäcke aufgebaut und spezielle Wasserpumpen bereitgestellt werden.

Was kann getan werden, falls alle Gegenmaßnahmen erfolglos waren?

Sollte sich das Eindringen von Wassermassen nicht mehr gänzlich verhindern lassen, so ist es besonders wichtig, die Ereignisse sowie entstandene Schäden genauestens zu dokumentieren. Eine umfangreiche Dokumentation kann vor allem bei späteren Versicherungsfragen äußerst nützlich sein. Neben der Dokumentation sollte versucht werden, dass Nachlaufen von weiteren Wassermassen zu verhindern. Hier kann neben physischen Barrieren wie Dämmen der Einsatz von Propellerpumpen eine sinnvolle Option sein.

wasser

Foto: pixabay.com / stefan_bernsmann 

Sobald das Hochwasser sich zurückzieht, müssen die betroffenen Räumlichkeiten so schnell wie möglich trockengelegt werden. Bleiben Wände, Böden und Möbel zu lange feucht, so besteht die Gefahr einer Schimmelbildung, welche den Sanierungsaufwand deutlich erhöhen kann. Um die Feuchtigkeit aus Materialien herauszubekommen, empfiehlt sich die Nutzung eines leistungsstarken Kondensationstrockners.

Was bleibt abschließend zum Thema zu sagen?

Da die Gemeinden im Bundesland Schleswig-Holstein besonders stark durch Hochwasser gefährdet sind, sollten die Menschen in der Region nicht zögern, wenn es um Investitionen rund um den Hochwasserschutz geht. So lassen sich große Schäden mit gezielten Gegen- und Vorbeugemaßnahmen effektiv vermeiden bzw. in ihrer Höhe reduzieren.


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